Wednesday, October 11, 2017


Angela Merkel bei Pressenkonferenz in Berlin

Willy Wimmer: „Wenn Frau Merkel eine Frau von Ehre wäre…“

© REUTERS/ Fabrizio Bensch
POLITIK
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An die AfD im Bundestag wird man sich nach Ansicht von Ex-Staatssekretär Willy Wimmer langsam gewöhnen müssen. Die Partei werde Druck machen und durchaus einen Teil der Bevölkerung vertreten. Der Kanzlerin würde Wimmer den Rücktritt nahelegen.
Herr Wimmer, die Kanzlerin hat es wieder geschafft. Die ewige Kanzlerin. Allerdings dürfte die kommende Wahlperiode ihre schwierigste werden, oder?
Wenn Frau Merkel eine Dame von Ehre wäre und eine Persönlichkeit, die die politische Verantwortung ernst nimmt, hätte sie schon in der letzten Nacht zurücktreten müssen.
Jetzt bleibt sie weitere vier Jahre an der Macht, vermutlich sekundiert von der FDP und den Grünen.
Wenn die CDU wirklich mit den Grünen koalieren sollte, ist die CSU in Bayern erledigt. Gerade in der Flüchtlingsfrage haben CSU und Grüne völlig entgegengesetzte Auffassungen.
Aber es wird doch trotzdem zu Jamaika kommen, oder?
Das wird man sehen. Warten wir erst einmal die niedersächsische Landtagswahl in wenigen Wochen ab. Wenn auch das die Altparteien gnadenlos versemmeln, dann muss man noch mal neu rechnen.
Die AfD muss das alles nicht kümmern. Sie wollen frischen Wind in den Bundestag bringen. 
Der Deutsche Bundestag tut sich ja schon seit mehreren Legislaturperioden dadurch hervor, dass der Mund gehalten wird, um eine Regierungsmehrheit zu unterstützen. Das deutsche Volk hatte keine Chance, über diesen Deutschen Bundestag gehört zu werden. Das muss sich ändern. Und alleine schon die Bereitschaft einer Partei, ein offenes Wort zu praktizieren, wird dazu beitragen, dass bei den anderen die Scheuklappen fallen werden und wir kriegen einen Deutschen Bundestag als Kampffeld, wie wir ihn lange nicht erlebt haben. Wir zerlegen uns jetzt selbst für die politische Misswirtschaft, die die Regierung Merkel zuvor betrieben hat.
Hat Sie trotzdem das starke Ergebnis der AfD, vor allem im Osten, überrascht?
Die Menschen in den neuen Bundesländern zwischen Rostock und Bautzen haben das Gefühl, sie müssen sich in dieser Bundesrepublik Deutschland erst einmal emanzipieren, da sie 27 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer von Leuten regiert werden, die zum größten Teil aus dem Westen kommen. Die AfD ist in diesem Kontext möglicherweise so eine Partei der politischen Emanzipation in den neuen Ländern.
Die AfD wird von allen anderen Parteien abgelehnt. Aber sie sind doch nun mal jetzt im Bundestag. Wie soll man damit umgehen?
Ich habe solche Phänomene in meinem politischen Leben zweimal erlebt — erst als die Grünen und dann als die PDS in den Bundestag kamen. Auch da wurde gesagt, das sind politische Schmuddelkinder, denen geben wir keine Einsicht in Geheimunterlagen, usw. Man hat sie als Parias behandelt. Mit der Zeit müssen dann aber die etablierten Parteien in einer parlamentarischen Demokratie einsehen, dass der Wähler nun mal so entschieden hat. Das ist also jetzt ein Prozess, der sorgfältig von drinnen und von draußen beobachtet werden muss. Die Grünen haben dann später auch den Zugang zu Regierungsdokumenten bekommen und die ehemalige PDS ist jetzt eine respektierte und akzeptierte Partei.
Das Erstarken rechtskonservativer Kräfte scheint ja nun auch kein rein deutsches Phänomen zu sein, siehe USA oder auch Frankreich.
Das ist die Antwort der Bevölkerung an die Eliten. Das hängt auch damit zusammen, dass der internationale Kapitalismus seit 1991, seit dem Wegfall der Sowjetunion, seinen weltweiten Siegeszug ohne soziale Verantwortung, wie wir das bisher in Europa kannten, durchzieht.
Mit Jamaika dürfte zumindest die transatlantische Achse gestärkt werden. 
Das wird im Deutschen Bundestag eine zentrale Rolle finden. Wenn die Ankündigung von Herrn Gauland umgesetzt wird, dass sie auch sachpolitische Themen vor sich herjagen, wenn ich seine Worte mal so interpretieren darf, dann werden wir dieses immer wieder praktizierte Duckmäusertum, amerikanischen Kriegsinteressen zu folgen im Deutschen Bundestag nicht mehr erleben.
Aber die AfD ist nicht in der Regierung. Die Grünen schon. Cem Özdemir als Außenminister? 
Zu Herrn Özdemir müsste man erst einmal sagen, dass wir es in Deutschland nicht zulassen dürfen, dass unsere Türkeipolitik von Leuten bestimmt wird, die eine persönliche Rechnung mit diesem Land offen haben, aus welchen ehrenwerten Gründen auch immer.
Was könnte das Wahlergebnis für das Verhältnis zu Russland bedeuten? 
Das wird man sowohl in Washington, als auch in Peking und Moskau nüchtern beurteilen. Zunächst einmal kommt es mir darauf an, dass das deutsche Volk mit diesem Ergebnis leben kann und so eine Chance hat, seine politischen Wünsche zu artikulieren. Es kommt bei den Beziehungen zu unserem großen Nachbarvolk, den Russen, darauf an, dass die Interessen des deutschen Volkes vertreten werden und da wünscht sich das Volk einen fairen, freien und freundschaftlichen Umgang mit Russland. Und da sollten wir nicht auf amerikanische Interessen hören und uns zu einem weiteren Krieg anstacheln lassen. Haben wir nicht schon genug Elend in Europa gehabt?

Tuesday, October 10, 2017

"Selbst der Fuchs respektiert einen Igel" Rainer Rupp zu Korea

Gute PR für RT deutsch

Frustrierter NATO-Troll im Springer-Interview: RT ist uns immer einen Schritt voraus

Frustrierter NATO-Troll im Springer-Interview: RT ist uns immer einen Schritt voraus
Über die so genannten NATO-Trolls war bisher wenig bekannt. Doch jetzt gab einer davon, der aktiv gegen RT und Russland gehetzt hat, dem Springerblatt "Welt" ein Interview. Ein halb satirischer Einblick in Habitat, Motivation und Gedankenwelt dieser Spezies.
Am Wahlabend des 24. Septembers überträgt RT Deutsch live so genannte zivilgesellschaftliche Proteste vor der Wahlparty der AfD. Plötzlich tritt ein strohblonder Mittzwanziger vor den Ruptly-Kameramann und fängt an, diesen auf Englisch zu beschimpfen:
Die Krim ist ukrainisch. Fuck Russia Today! Fuck Putin! Ihr habt Schuld an dieser Scheiße hier. Und Russia Today ist kein Journalismus. Es ist Propaganda. Und jeder, der mit RT spricht, der für RT arbeitet, ist ein verdammter Drecksack.
Nach weiteren Tiraden holt er "spontan" eine NATO-Flagge aus seiner North-Face-Jacke, breitet sie vor der Kamera aus und versucht den Ruptly-Kameramann am weiteren Filmen zu hindern.
Zwei Wochen später veröffentlicht die Springerpostille "Die Welt" ein Interview mit dem Troll, den sie versehentlich unter seinem vollen Klarnamen, Matthias Goedeking, vorstellen, zu seiner Aktion gegen RT unter dem Titel "Ein provokantes Symbol gegen Putins Russland".
Das Interview und die Nennung seines Namens ermöglichen nun erstmals eine erste soziologisch-ethnologische Klassifikation der Spezies NATO-Troll. Diese Klassifikation wird zudem von der Medien- und Geheimdienstexpertin Dr. h.c. Erika Dorothea Kasner begleitend kommentiert, die zudem Verbesserungsvorschläge an die Führungsoffiziere der NATO-Trolls ausgibt.

Soziologisch-ethnologische Klassifikation der Spezies NATO-Troll:

1. Phänotyp: 

Kurze, strohblonde Haare, kräftige Gestalt, markantes Kinn. Baldur von Schirach hätte zweifellos seine Freude an dieser Erscheinung gehabt. Spiegelt in seiner reinen Äußerlichkeit ein kaum zu überbietendes Klischee vom "arischen Deutschen" wider, einzig das über Jahre hinweg professionell antrainierte Betroffenheitsgesicht macht deutlich, dass es sich bereits um die Post-45er-Variante dieses Modells handelt.
Verbesserungsvorschlag an die verantwortlichen Führungsoffiziere: Die nächste Ansprache an die russische Bevölkerung via RT-Livestream vielleicht nicht mithilfe dieses Typus "Herrenmensch" in Verbindung mit einer NATO-Flagge konzipieren. Wirkt beim Zuschauer im russischsprachigen Raum nach Unternehmen Barbarossa und NATO-Bombardierung von Serbien eher kontraproduktiv. Zudem berichtet RT Deutsch, der Name lässt es fast vermuten, in deutscher Sprache und richtet sich folglich auch an ein deutschsprachiges Publikum. Wie sinnvoll und zielführend in diesem Kontext die Ansprache "an die Bevölkerung Russlands" vonseiten der NATO-Trolls in englischer Sprache ist, überlasse ich Ihrer strategisch-taktischen Einschätzung. 

2. Kleidungsstil des NATO-Trolls: 

Als Standardkleidung bei Außeneinsätzen von NATO-Trolls kristallisiert sich die Hardshell-Jacke Resolve des US-Outdoorunternehmens North Face heraus.
Wind- und Wasserdicht bis 20.000 Millimeter Wassersäule leistet sie ihren Dienst sowohl bei Wasserwerfereinsätzen als auch in der noch nicht genau lokalisierten Trollhöhle im spätklassizistischen Stil in Berlin-Mitte.
Mietshaus Krausnickstraße 3 & 3A
Verbesserungsvorschlag an die verantwortlichen Führungsoffiziere: Schwarze Outdoor-Jacken bei öffentlichen Auftritten eher vermeiden. Ungewollte Verwechselungsgefahr, da sowohl die Antifa als auch rechtsextreme Gruppen wie die Autonomen Nationalisten gerne auf diese Art von Kleidungsstil zurückgreifen.

3. Wie verdient sich der NATO-Troll sein tägliches Brot? 

Matthias G. hat Kommunikationswissenschaften an der Universität der Künste in Berlin studiert und war zunächst für die Amadeu Antonio Stiftung tätig. Seit Juni 2017 arbeitet er bei Werk21, einer "Full-Service-Agentur aus Berlin für Kunden aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Verbände und NGO". Zu den Auftraggebern gehören unter anderem die Bundesregierung, die US-amerikanische Denkfabrik Aspen Institute, die Heinrich-Böll-Stiftung sowie die SPD-Bundestagsfraktion.
Werk21 entwickelt nach eigener Aussage "individuell zugeschnittene Konzepte für unsere Kundinnen und Kunden" für "erfolgreiche Kampagnen, zielgruppenspezifische Öffentlichkeitsarbeit" im Kontext von politischer Kommunikation.
Screenshot von der werk21-Webseite
Verbesserungsvorschlag an die verantwortlichen Führungsoffiziere: Bitte bei der Konstruktion der Cover-Vita das nächste Mal etwas mehr Zeit einplanen. Muss ein NATO-Troll wirklich offiziell bei einer Agentur tätig sein, die für US-Denkfabriken und die Bundesregierung im Bereich politischer Kommunikation tätig ist? Machen Sie es dem Russen nicht zu leicht! 

4. Argumentative Blaupausen eines NATO-Trolls: 

  • In den unkommentierten Live-Übertragungen von weltweiten Protesten durch RT sehen NATO-Trolls die größte Gefahr. Denn damit will RT, so die Troll-Argumentation, bewusst den Westen schwächen:
DIE WELT: Sind Sie zufällig auf das [RT-]Kamerateam gestoßen bei der Demonstration?
Matthias G.: Nein, das war geplant. Es gibt bei solchen Events immer einen Russia-Today-Livestream. Schließlich gehört es zur Strategie des Senders, vermeintliche Ausschreitungen unkommentiert im Netz zu zeigen. Es soll das Bild vermittelt werden, dass im Westen Unruhen herrschen, um ihn zu schwächen.
Verbesserungsvorschlag an die verantwortlichen Führungsoffiziere:
Die kommunikative NATO-Troll-Strategie, insbesondere zu kritisieren, das RT live und unkommentiert weltweite Proteste überträgt, ist nur wenig erfolgsversprechend. Selbst ein überzeugter Transatlantiker wird Probleme haben, die Hysterie und Gefahr nachzuvollziehen, die von einem ungefilterten und unkommentierten Livestream ausgeht. Der Verweis, dass diese Live-Übertragungen grundsätzlich den Westen schwächen sollen, gerät zudem schon bei einer oberflächlichen Recherche auf der RT-Webseite in Wanken, da auch regelmäßig Proteste der russischen Opposition von RT live übertragen werden:
Was das für Implikationen für die Überzeugungskraft der NATO-Troll-Argumentation hat, muss wohl nicht näher ausführt werden.  
  • Das Zeigen der NATO-Fahne dient vor allem als "provokantes Symbol" gegen Russland und Putin, impliziert aber kein Bekenntnis zum westlichen Militärbündnis, sondern "gegen gefährliche Regime":
DIE WELT: Russia Today bezeichnet Sie als NATO-Troll. Sind Sie das?
Matthias G.: Na ja. Ich habe während meiner Aktion eine NATO-Fahne rausgeholt. Das war aber weniger ein Bekenntnis zur NATO als einfach ein provokantes Symbol, das meine Position gegen Putins Russland verdeutlichen sollte. Wahrscheinlich war ich in deren Augen ein Troll, ja. Ich hoffe aber trotzdem, dass meine Aktion bei den meisten Zuschauern als etwas Anderes im Gedächtnis bleibt. Als eine Aktion des Protests gegen ein gefährliches Regime nämlich.
Verbesserungsvorschlag an die verantwortlichen Führungsoffiziere:
Dr. h.c. Erika Dorothea Kasner will sich zu den Auslassungen von Matthias G. nicht weiter äußern - "Das ist unter meiner Würde" – und verweist auf die einschlägigen Kommentare im Welt-Forum:

5. Psychologische Verfasstheit der NATO-Trolls: 

  • Im Ganzen ziehen NATO-Trolls eine von Frust geprägte Bilanz ihrer Tätigkeit:  
DIE WELT: Warum, glauben Sie, hat der Sender das Video ins Netz gestellt?
Matthias G.: Dass das Video eingestellt worden ist, ist sinnbildlich für die Funktion des Senders. Russia Today ist uns einen Schritt voraus. […]
Verbesserungsvorschlag an die verantwortlichen Führungsoffiziere:
Ihre NATO-Trolls müssen, trotz der verständlichen Frustration bei deren Tätigkeit, noch etwas an ihrer verbalen Selbstkontrolle arbeiten. Gerade im kommunikativen Bereich zeigen sich hier erstaunliche Defizite. Das Eingeständnis, dass RT immer einen Schritt voraus ist, kann und sollte man in schonungslosen internen Lagebesprechungen auf jeden Fall thematisieren. Aber doch bitte nicht bei öffentlichen Interviews mit NATO-freundlichen Presseorganen.
Tags: , , , , ,  https://deutsch.rt.com/gesellschaft/58780-frustrierter-nato-troll-im-springer-interview-zu-rt/

Willy Wimmer "Der sogenannte Migrationsbeschluss"

Legalisierte staatliche Ohnmacht - man kennt sein Land nicht wieder

© AFP 2017/ STEFFI LOOS
Die legalisierte staatliche Ohnmacht  - fremd im eigenen Land
KOMMENTARE
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Eigentlich ist der sogenannte Migrationsbeschluss durch Merkel, Seehofer und Co. vom letzten Sonntag für alle Deutschen ein hoffnungsvolles Signal. Das werden all diejenigen empfinden, die es einmal mit "dem Staat" zu tun bekommen haben.
Gnadenlos tritt die öffentliche Verwaltung dem Bürger dann gegenüber, wenn es mal nicht so gerade verlaufen ist. Dann gibt es kein Pardon und kein Beamter oder Richter scheut sich, dem unbescholtenen Bürger das Fell über die Ohren zu ziehen.
Das System bekam allerdings Risse, die sich zu Abgründen für den Staat als solchen auftun. Die mehr als eine Million Migranten, die seit Jahren in unser Land gekommen sind, haben es vorgemacht. Man muss sich nur auf den Weg über die deutsche Grenze machen und schon kapituliert der vielgerühmte deutsche Rechtsstaat vor Unverfrorenheit.
Am Reichstag in Berlin sollte der noch im Amt befindliche Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert die Inschrift "Dem Deutschen Volke" abhängen und durch den Ausspruch ersetzen lassen: "Da kann man nix machen". Lange Zeit geisterte der Begriff von der " Bananen-Republik Deutschland" um den Globus. Es ist schlimmer, als je gedacht. Der Staat hat ohne Not seine Substanz aufgegeben und sich der Willkür interessierter Gruppen zur Durchsetzung ihrer Interessen auf deutschem Territorium ergeben.
Die Lage ist, zugegebenermaßen, verfahren. Dafür ist die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel verantwortlich.
Flüchtlinge in Griechenland
© AFP 2017/ LOUISA GOULIAMAKI
Wie soll man von dieser Bundeskanzlerin ein beherztes Vorgehen gegen die vorhandenen Probleme erwarten, wenn sie alles daran setzt, einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss oder mehr zu entgehen? Man kennt Formelkompromisse, wenn man nicht weiterkommt. Was der Komplizentreff in der CDU-Zentrale am letzten Sonntag allerdings bewirkt hat, ist die festgeschriebene Unfähigkeit der Bundeskanzlerin und des Ministerpräsidenten aus Bayern, dem deutschen Volk seine verfassungsmäßige Ordnung zurückzugeben.
Was jetzt nottut, sind an der Spitze des Staates neue Gesichter. Nicht, weil man sich vielleicht satt gesehen haben könnte. Neue Gesichter nur aus dem Grund, weil die alten Gesichter die von ihnen alleine zu verantwortenden Probleme so lange vor sich herschieben werden, bis die moralische, politische, staatsrechtliche und finanzielle Substanz unseres Deutschland aufgebraucht sein wird. Darauf legen diejenigen es an, die ein Wahlergebnis dafür missbrauchen, dem deutschen Volk jeden nur möglichen Schaden zuzufügen.
Die möglichen Koalitionspartnerkönnen das ändern? Die Lollipops von der FDP oder Herr Özdemir von den Grünen? Man muss nur daran denken, wie systematisch Personen in die "amerikanische Führungsreserve" dann aufgenommen werden, wenn für sie der Boden in Deutschland zu heiß geworden ist.
Ein Land, das seine Geschicke nicht mehr selbstbestimmt angeht, ist auf diese Form von amerikanischem Re-Import angewiesen. Kein Wunder, wenn sich in Deutschland der Eindruck verfestigt, dass auch die Sonntags-Entscheidung in der Berliner CDU- Zentrale sich bestens in die Europa-Agenda des Herrn Soros, aber nicht in die verfassungsmäßige Ordnung Deutschlands einfügt. https://de.sputniknews.com/kommentare/20171010317801382-legalisierte-staatliche-ohnmacht-man-kennt-sein-land-nicht-wieder/
*Die Meinung des Autors muss nicht mit dem Standpunkt der Redaktion übereinstimmen.

Monday, October 9, 2017

Trump-Kim tensions should remind world that nuclear weapons can destroy humanity

Slavoj Žižek
Slavoj Žižek is a cultural philosopher. He’s a senior researcher at the Institute for Sociology and Philosophy at the University of Ljubljana, Global Distinguished Professor of German at New York University, and international director of the Birkbeck Institute for the Humanities of the University of London. 
Trump-Kim tensions should remind world that nuclear weapons can destroy humanity
The very public spat between the leaders of North Korea and the United States might be entertaining in some respects. But the politicians are playing with fire and reminding us of humanity's fragility. 
Right now, you can’t avoid media reports on the, increasingly ridiculous, exchange of insults between Kim Jong-un and Donald Trump. The irony of the situation is that while we have two, apparently, immature men venting their rage and hurling insults at each other, our only hope is that there is some anonymous and invisible institutional constraint preventing their anger from exploding into a real war.
Normally, we tend to complain that in today’s alienated and bureaucratized politics, institutional pressures and constraints prevent politicians from expressing their personal visions. But now we hope such constraints will prevent the expression of all too crazy dreams from these characters. So, how did we reach this point?
Alain Badiou recently warned about the dangers of the growing post-patriarchal nihilist order which presents itself as the domain of new freedoms. The disintegration of the shared ethical base of our lives is clearly aligned to the abolition of universal military conscription in many developed countries. Today, the very notion of being ready to risk one’s life for a common cause appears more and more pointless, if not directly ridiculous. 

Eternal Youth

Which means that, throughout the world, the armed forces, rather than being a body in which all citizens equally participate, is gradually turning into a mercenary force. This disintegration affects differently the two sexes: men are gradually turning into perpetual adolescents with no clear passage of initiation that would enact their entry into maturity (military service, acquiring a profession and even education no longer play this role). 
Thus, it’s no wonder that in order to bridge this void, post-paternal youth gangs proliferate, providing ersatz-initiation and social identity. In contrast to their male peers, young girls have become more and more precociously mature, treated as little adults and expected to control their lives and to plan their careers at an early stage. In this new version of sexual difference, men are ludic adolescents and out-laws, while women appear as hard, mature, serious, legal and punitive.Unlike in the past, today’s women are not forced into subordination by the ruling ideology. Instead, they are expected to play key roles - to be judges, administrators, ministers, CEOs, teachers, police officers and soldiers. A paradigmatic scene occurring daily in our security institutions is that of a feminine teacher, judge or psychologist taking care of an immature asocial young male delinquent.
As a result, a new feminine figure is arising: a cold competitive agent of power, seductive and manipulative, attesting to the paradox that “in the conditions of capitalism women can do better than men,” as Badiou outlines. In fact, contemporary capitalism has invented its own ideal image of womanhood.
This brings us back to Trump and Kim, two eternal adolescents who are both prone to irrational brutal outbursts that damage their own personas. Although the differences between North Korea and the US are obvious, one should nonetheless point out that they both cling to the extreme version of state sovereignty: “Korea first!” versus “America first!"And it’s also notable how the obvious madness of North Korea (a small country ready to risk it all and bomb the US) has its counterpart in the US still pretending to play the role of the global policeman, a single state assuming the right to decide which other states should be allowed to possess nuclear weapons.

Compromise Solutions

However, the solution is not to just destroy North Korea, but to find a genuine way of “internationalizing” nuclear weapons and to make the situation where a single sovereign state is allowed to possess them (and threaten others with them) unacceptable. Because the moment we focus solely on the “madness” of North Korea, we thereby endorse the premise that they should not be allowed to do what only the selected “superpowers” can do. So, instead, we should strive to alter the entire constellation.
This urge to change the entire worldview emerges precisely when we are confronting the threat of total destruction, by way of nuclear war or an ecological catastrophe. In such a situation, our first reaction is a defensive effort to guarantee our survival: let’s forget about big emancipatory projects which promise radical change; our task at hand is to fight for the survival of what we have, with all the compromises and moderation it entails.
But what is it that we really have? The threat of the total destruction of humanity makes us aware of the totality of humanity and it appears only against the background of our own potential (self) destruction. So the true choice is not one between what we have and losing it all (or, in Cold War terms, between developing nuclear arms to protect our liberal freedoms and abandoning nuclear arms), but exposing ourselves to the risk of losing our freedoms. 
As Alenka Zupančič puts it: “the true choice is between losing it all and creating what we are about to lose: only this could eventually save us, in a profound sense. When caught in the threat and fear of ‘losing it all’ we are in fact held hostages of something that does not yet exist. And isn't this kind of blackmail is actually the very means of making sure that it never will exist? It makes us focus on preserving what is there, and what we have, but excludes any real alternative, and means of really thinking differently. The possible awakening call of the bomb is not simply ‘let’s do all in our power to prevent it before it is too late’, but rather ‘let’s first build this totality (unity, community, freedom) that we are about to lose through the bomb’.”

New Horizons

And therein resides the unique chance opened up by the very real threat of nuclear (or ecological, for that matter) destruction: when we become aware of the danger that we will lose it all, we automatically get caught in a retroactive illusion, a short-circuit between reality and its hidden potential. Meaning, what we want to save is not the reality of our world but the reality as it might have been if it were not hindered by antagonisms which gave birth to the nuclear threat. 
This is our true choice when we are confronted with a threat of total (self) destruction: a choice between a panicky retreat into self-preservation and the active engagement for change which aims at much more. If we gather the strength for the second choice, then - in Hegelian terms - we pass here from “abstract universality” (of the unleashed negativity which can only achieve a global nuclear destruction) to “concrete universality” (of an alternate new order in which such catastrophes will be no longer possible).
What is needed is no less than a new and global anti-nuclear movement, a worldwide mobilization that would exert pressure on nuclear powers and act aggressively, organizing mass protests and boycotts. It should focus not only on North Korea but also on those superpowers who assume the right to monopolize nuclear weapons. 
Indeed, the very public mention of the use of nuclear weapons should be treated as a criminal offense, and leaders who publicly display their readiness to imperil millions of innocent lives in order to project their power should be treated as the worst criminals. And more than that, a global change in our stance is needed, what Peter Sloterdijk calls “the domestication of the wild animal Culture.”
The statements, views and opinions expressed in this column are solely those of the author and do not necessarily represent those of RT.